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Sibylle Laurischk, MdB

LAURISCHK: Mehr Bildung = mehr Integration

BERLIN, den 26.01.2009 - Zu der Studie über den Integrationsgrad verschiedener Zuwanderergruppen erklärt die Sprecherin für Integration und Migration Sibylle LAURISCHK:

Wer Integration fördern will, muss Perspektiven aufzeigen. Dies geht nur über Bildung und das Beherrschen der deutschen Sprache. Unter den Aussiedlerfamilien ist dies offensichtlich am Besten begriffen worden.

Es ist kein Zufall, das die Studie das gleiche Bild zeigt wie PISA und Co.: Wir reproduzieren bei den Kindern die sozialen Verhältnisse der Eltern, nicht nur bei Migranten. Deren Startchancen sind in unserem Bildungssystem schlecht. Daher muss schon bei den Jüngsten konsequente Förderung betrieben werden, um Chancengerechtigkeit herzustellen. Dazu brauchen wir Anstrengungen in der nachholenden Integration, um auch die Eltern zu erreichen. Die Integrationskurse müssen deutlich verbessert werden, um auf die individuellen Voraussetzungen der Zuwanderer eingehen zu können.

Die Daten basieren auf dem Mikrozensus von 2005. Sie zeigen die Wirkungslosigkeit der Integrationspolitik unter Rot-Grün. Seither hatten wir Integrationsgipfel und -pläne. Die Nachrichten aus den Problemgegenden, siehe Berlin, sind nicht besonders ermutigend. Wo sind die Fortschritte nach dem Integrations- und Bildungsgipfel der Kanzlerin?