KOPP: Glühlampen dürfen nicht zum Signalfeuer für europäische Verbotspolitik werden
BERLIN, den 11.02.2009 - Zur Debatte des Europäischen Parlaments zum Verbot von Glühlampen erklärt die Sprecherin für Energiepolitik und Welthandelsfragen der FDP-Bundestagsfraktion Gudrun KOPP:
Unter dem Deckmantel der Energieeffizienz werden den europäischen Bürgern immer mehr zweifelhafte Verbote untergeschoben, deren Last sie allzu oft in Form höherer Kosten und geringen Nutzens zu schultern haben. Mit vielbeschworener Technologieoffenheit und freier Produktwahl hat dies nichts mehr zu tun.
Auch im Fall des Glühlampenverbots wird der Effizienzgedanke als Totschlagargument angeführt, obwohl etliche Fragen offen bleiben. Beispielhaft seien hier die Probleme bei der Entsorgung der quecksilberhaltigen Lampen und die bloße Verlagerung - anstatt einer deutlichen Senkung - der durch ein Glühlampenverbot eingesparten CO2-Emissionen erwähnt.
Statt durch weitere reflexartige Produktverbote im Namen einer angeblichen Energieeffizienz sollten sich neue Technologien durch ihren überzeugenden Nutzen für den Verbraucher durchsetzen.
